Kanzleimarketing für Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Kanzleimarketing richtet sich an alle Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer die sich dem stetigen Wettbewerbsdruck entgegenstellen. Durch die steigende Anzahl an Mitbewerbern und der Konzentration von leistungsfähigen Großkanzleien im Markt, wird es für viele Kanzleien immer schwerer neue Mandanten, Partner oder qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. 

Jahrelang war es Rechtsanwälten und Steuerberatern untersagt, für ihr eigenes Unternehmen zu werben. Seitdem der Gesetzgeber im Jahre 1994 in § 43 b BRAO Werbung mit gewissen Einschränkungen erlaubt hat, hat sich vieles geändert. Öffentlichkeitsarbeit, soziale Medien und Online Marketing sind auch in diesem Berufsstand nicht mehr wegzudenken. Kanzleimarketing setzt genau hier an und bringt Sie mit einer strategischen Kanzleikommunikation zu einer erfolgreichen Positionierung im Markt.

Damit Sie erfolgreiches Kanzleimarketing für Ihre Steuer- oder Anwaltskanzlei umsetzen können, unterstützen wir Sie hier mit Informationen zum Thema Social-Media-Marketing, Online-Marketing für Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Wir schlagen Brücken zwischen digitalem Marketing und klassischen Marketing und ergänzen unser Portfolio mit PR-Themen.

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Was ist Kanzleimarketing?

Kanzleimarketing ist auf die besonderen Anforderungen von Rechtsanwälten, Patentanwälten, Notaren, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern ausgerichtet. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt der Kommunikation. Es geht darum, nachhaltiges Vertrauen aufzubauen und das Expertenwissen nach außen zu tragen. Personal Branding, Reputationsmanagement und Kundenservice sind nur einige Keyfacts für erfolgreiches Kanzleimarketing. Es geht nicht darum potentielle Mandanten zu überreden, Sie müssen sie überzeugen. Kanzleimarketing ist immer ein Bestandteil Ihrer Kommunikationsstrategie. Die Bedürfnisse der Stakeholder und die Umsetzung Ihrer Unternehmensziele stehen im Fokus. Das Kanzleimarketing unterstützt die interne und externe Kommunikation, hinterfragt kritisch alle vorgenommenen Maßnahmen und behält dabei den Wettbewerb im Blick.

Warum sollten Sie als Rechtsanwalt oder Steuerberater aktives Kanzleimarketing betreiben?

Allein die Zahl der zugelassenen Rechtsanwälte in Deutschland spricht für den Einsatz von professionellem Kanzleimarketing. Vor 20 Jahren gab es ca. 85.000 zugelassene Rechtsanwälte in Deutschland. Die Zahl hat sich seitdem verdoppelt. Die aktuellen Zahlen (brak.de) belaufen sich auf 165.000 zugelassene Rechtsanwälte.

Die Anzahl der Steuerberater ist in den letzten 20 Jahren von 61.845 Steuerberatern um 47% auf 86.674 gestiegen (bstbk.de). 

Unter dem Aspekt, dass die Konzentration von Großkanzleien und Steuerberatungsgesellschaften auch immer weiter zunimmt, fällt es kleinen und mittelständischen Kanzleien zunehmend schwer, sich in diesem Markt durchzusetzen. Im Zuge der Digitalisierung und der damit verbundenen Markttransparenz haben Mandanten immer mehr Möglichkeiten sich über potentielle Kanzleien und Anbieter im Netz zu informieren. Kanzleimarketing sorgt für mehr Sichtbarkeit, mehr Kontakte und letztendlich auch für mehr Mandanten in dem hart umkämpften Markt.

Was Sie über erfolgreiches Kanzleimarketing wissen sollten!

Kanzleimarketing ist nicht kurzfristig angelegt und muss von Grund auf geplant werden. Basis für Ihr Kanzleimarketing ist Ihre Kanzleistrategie. Die nachfolgenden 10 Tipps helfen Ihnen dabei ein erfolgreiches Kanzleimarketing in Ihrer Kanzlei zu etablieren und geben Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Ansatzpunkte.

10 Tipps für Ihr erfolgreiches Kanzleimarketing

1. Strategie

Strategie ist für viele ein großes Wort, aber es ist gar nicht so kompliziert wie man denkt. Basis Ihrer Strategie sind die unternehmerischen Ziele. Beantworten Sie die nachfolgenden Fragen ausführlich und legen Sie so den Grundstock für Ihr erfolgreiches Kanzleimarketing.

1. Ziele und Erwartungen (Was wollen wir erreichen?)

2. Zielgruppe (Wen wollen wir erreichen?)

3. Ressourcen (Was können wir einsetzen?)

4. Analyse (Wie ist unsere Ausgangslage / Was machen die Wettbewerber?)

5. Themen (Welche Themen sind für unsere Zielgruppe relevant?

6. Formate (Wie kommunizieren wir unsere Themen?)

7. Kanäle (Wo kommunizieren wir unsere Themen?)

8. Erfolgsmessung (Welchen Erfolg haben meine Maßnahmen?)

Denken Sie daran, dass eine Strategie immer langfristig ausgelegt ist. Für ein erfolgreiches Kanzleimarketing über Jahre hinweg ist eine strategische Planung unerlässlich. 

2. Website

Ihre eigene Website verdient große Aufmerksamkeit bei der Umsetzung Ihres Kanzleimarketings. Die Website ist der Mittelpunkt Ihres Wirkens im Internet.

Sie ist nicht nur Ihre digital Visitenkarte sondern dient als Basis für Ihre Online Aktivitäten. Denken Sie an die Themen aus Ihrer Strategie und bieten Sie Lösungen für die Probleme Ihrer Kunden in Form von Anwaltstexten, Erklärvideos, Neuigkeiten aus der Kanzlei oder aber auch aktuelle Rechtsnachrichten in Form von Blogbeiträgen, Videos, Whitepaper oder Ebooks.

Beachten Sie bei der Erstellung der Webiste wichtige Punkte Wie SEO (Search Engine Optimisation), Pagespeed (schneller Aufbau der Seiten) und die mobilfähigkeit, also ein responsives Design, damit die Inhalte vom Desktop, wie auch mobil optimal zu lesen sind.

3. Landingpage

Richten Sie Landingpages ein. Eine Landingpage ist eine einzige Seite ohne Unterseiten, die Input zu einem Thema bietet. So bekommt der (potentielle) Mandant genau die Information, die er gesucht hat. Dies ist heutzutage immens wichtig, da die Aufmerksamkeitsspanne drastisch gesunken ist. Wenn ich etwas zu einem Thema suche, möchte ich mich nicht erst durch die komplette Webiste klicken um die Lösung für mein Problem zu finden. 

Eine Landingpage wird meist durch so genannte Call to Actions und Kontaktinformationen ergänzt. Call to Anions sind Aufrufe, die eine bestimmte Reaktion auslösen sollen. Beispiel: „Kontaktieren Sie uns für Ihre kostenlose Erstberatung!“)

Landingpages sind aktives Marketing durch gezielte Kundenansprache.

4. Blog

Der Blog ist das Herzstück für Ihr Content Management und somit auch für Ihr Kanzleimarketing. Mit dem Blog haben Sie die Möglichkeit sich und Ihre Kanzlei gezielt als Experte für bestimmte Themen und Rechtsgebiete zu etablieren. Diese Inhalte können Sie wiederum über die sozialen Medien teilen und so eine größere Zielgruppe ansprechen. Scheiben Sie über relevante Rechtsthemen und teilen Sie den Lesern Ihre anwaltliche Einordnung zu Urteilen mit. Der Vorteil dabei ist, dass Sie schnell als Experte wahrgenommen werden und Fragen und Bedürfnisse Ihrer Mandanten damit beantworten können. Ebenso ist es auch für Sie von Vorteil, denn Sie befassen sich intensiv mit den Themen und sind immer auf dem aktuellen Stand. 

Zusätzlich bekommen Sie durch den Blog mehr Aufmerksamkeit, mehr Websitebesucher und ein Blog ist auch gut für Ihr SEO. Somit dient der Blog auch der Mandantenakquise,

5. Veranstaltungen

Veranstaltungen in Form von Seminaren, Workshops oder Fachvorträgen zahlen sehr stark auf Ihr Personal Branding und somit auch auf Ihren Expertenstatus ein.

Das können eigene Seminare zu Fachthemen sein, die Sie selber durchführen, aber auch Fachvorträge bei Instituten und Verlagen wie beispielsweise dem Euroforum, Beck-Seminare oder Themenveranstaltungen der Handelskammern

6. Social Media

Social Media ist auch für die Anwaltsbranche durchaus von großem Interesse. Sehen Sie Social Media als Ihre direkt Verbindung zum Mandanten, denn Social Media steht für interaktiven Austausch und Vernetzung. Geben Sie Ihren (potentiellen) Mandanten einen Einblick in Ihre Kanzlei und stellen Sie sich und Ihre Partner vor, denn Sie sind nicht der unnahbare Rechtsanwalt oder Steuerberater. 

Teilen Sie die Inhalte Ihrer Webiste und Ihres Blogs um mehr Menschen aus Ihrer Zielgruppe zu erreichen. Tauschen Sie sich mit Kollegen aus und teilen Sie Informationen mit der Welt.

7. Bewertungssysteme

Bewertungssysteme sind bei vielen Kunden nicht die erste Wahl, wenn wir mit ihnen über die Möglichkeiten im Kanzleimarketing sprechen. Dennoch ist dies eine Chance, die Sie nicht ungenutzt lassen sollten.

Auch wenn Sie Bewertungssysteme nicht aktiv nutzen, können im Netz Bewertungen auf diversen Portalen über Ihre Kanzlei vorhanden sein. Deshalb sollten Sie Bewertungssysteme aktiv integrieren und Ihre Mandanten zu ehrlichen Rezensionen ermutigen. Authentizität heißt hier das Zauberwort, denn was ist authentischer als die Meinung Ihrer Kunden. 

Damit Mandanten Ihre fachliche Kompetenz auch einschätzen können, sollten Sie erhaltene Zertifikate und Auszeichnungen offensive bewerben und auf Ihre Webiste stellen. Denn was ist überzeugender als die Auszeichnung bei den Juve Awards, der Eintrag in die Legal 500, den Kanzleimonitor oder bei Chambers.

8. Newsletter

Der Newsletter ist nach wie vor ein sehr unterschätztes Medium. Der Newsletter dient nicht nur als Akquise-Instrument sondern hilft Ihnen auch dabei, bei Mandanten in Erinnerung zu bleiben und Ihre Expertenposition zu stärken. 

Inhaltlich haben Sie ja bereits durch Ihre Blogbeiträge und Neuigkeiten aus der Kanzlei eine Grundlage für die Inhalte Ihres Newsletters geschaffen. Durch die Auswertung der Newsletterdaten erhalten Sie zusätzlich Informationen darüber, welche Themen Ihre Zielgruppe besonders interessieren. Dies kann wiederum für die Erstellung neuer Inhalte sehr hilfreich sein.

9.  Pressearbeit

Pressearbeit ist ein weiterer wichtiger Baustein für Ihr Kanzleimarketing.Denken Sie alleine n den großen Adressatenkreis, der regionalen und überregionalen Medien. Neue und interessante Zielgruppen werden über die klassischen Medien erreicht und vermitteln eine hohe Glaubwürdigkeit, wenn diese von professionellen Journalisten in den entsprechenden Medien verbreitet werden.

Am Anfang steht die Kommunikation mit den Journalisten. Das Netzwerk muss man sich allerdings erst einmal erarbeiten und intensiv pflegen. Bauen Sie sich nach und nach einen Presseverteiler auf. Journalisten und Ansprechpartner finden Sie auf der Websites der großen Medienhäuser in den sozialen Medien oder großen Datenbanken.

Berichten Sie in Ihren Pressemeldungen über Ereignisse, bei den Sie involviert sind. Beispielsweise über gewonnene Prozesse oder Stellungnahmen zu öffentlich diskutierte Themen und Urteilen. Achten Sie aber darauf, dass die Inhalte zu Ihren Rechtsgebieten passen, da man sich sonst schnell unglaubwürdig macht.

10. Digitale Workflows

Damit ist in diesem Fall nicht die Kanzleisoftware gemeint, oder die E-Akte. 

Kanzleimarketing ist natürlich nicht Ihre Kernaufgabe und mitunter auch nicht Ihre Kernkompetenz. Die Ressourcen, insbesondere die zeitlichen Ressourcen für die Erstellung Ihrer Strategie, die Umsetzung und auch die Erfolgsmessung müssen also entweder extern ausgegliedert werden, Sie stellen eine(n) Mitarbeiter(in) dafür ein oder Sie integrieren die Umsetzung mit in Ihren Arbeitsalltag.

In der Strategieerstellung sind bestenfalls die Ressourcen mit bedacht worden, so dass wir davon ausgehend nun Workflows in die Arbeit integrieren müssen, die nach und nach für uns „alltäglich“ werden. Hierzu kann man auf digitale Unterstützung in Form von Programmen und Apps zurückgreifen, die einem die Arbeit deutlich erleichtern. Themenfindung, Veröffentlichung  von Beiträgen oder das Teilen der Inhalte über die Social-Media-Kanäle kann somit zum Teil automatisiert werden.

Es geht weiter ...

In den kommenden Wochen werden wir die einzelnen Themen weiter ausarbeiten und Ihnen detaillierte Informationen zur Verfügung stellen, wie Sie Ihr persönliches Kanzleimarketing aufbauen können.

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